Impuls März 2026
„Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.“
Psalm 119, 105
Liebe Mitglieder, liebe Freunde,
bei stockfinsterer Nacht ist man echt dankbar, wenn es die Straßenbeleuchtung gibt. Dann sieht man wenigstens wohin man tritt. Auch wenn die alten Berliner Gaslaternen es oft nicht so wirklich hell machen. Denn von der restlichen Gegend sieht man dann meist doch nicht viel. Da bleibt alles im Dunkeln. Nur der Weg ist etwas erleuchtet, so dass man gerade eben erkennen kann, wo es weitergeht.
Wenn Psalm 119 davon redet, dass das Wort Gottes so etwas ist, wie das Licht auf unserem (Lebens-)Weg, dann ist das ganz ähnlich gemeint, denn die biblischen Autoren kannten natürlich noch keine lichtstarken LED-Scheinwerfer, sondern damals war man die funzeligen kleinen Öllämpchen gewöhnt, bei denen ein kurzer Docht eine kleine, stark rußende Flamme speist, die dann ein trübe flackerndes Licht gibt. Mit einer derartigen Funzel-Öllampe kann man den Weg wahrhaftig nicht weit ausleuchten. Man sieht wirklich nur einen Meter weit. Höchstens. Eben den nächsten Schritt. Mehr nicht.
Muss man mehr sehen? Wir wünschen uns das meist. Wir hätten am liebsten von Gott einen Masterplan für das nächste halbe Jahr – mindestens. Aber davon ist hier nicht die Rede. Hier ist die Rede davon, dass Gott uns die nächsten paar Schritte zeigt. Das Andere kommt später. Das Wort Gottes erweist seine Kraft in der aktuellen Lebenssituation, im heute. Heute will das Wort Gottes von mir gelesen werden. Heute fordert mich Jesus dazu auf, ihm zu vertrauen. Wegen übermorgen muss ich mir heute nicht den Kopf zerbrechen.
Gott hilft dir heute für deinen Lebensweg den nächsten Schritt zu sehen, und wieder den nächsten und wieder den nächsten. Schritt für Schritt. Und so kommen wir vorwärts. Im Vertrauen auf Gottes Hilfe und Beistand.
Georg Schierling


