Was die Gemeindeleitung bewegt…

Am 18. März 2018 stehen in unserer Jahresmitgliederversammlung Wahlen zur Gemeindeleitung an. Im Vorfeld haben wir uns deshalb mit dem Thema „Gemeindeleitungsstrukturen“ beschäftigt, und zwar besonders mit unserer Einteilung nach „Diakonaten“. Anhand von folgenden Fragestellungen näherten wir uns dem Thema:
– Was waren die Gründe für die aktuelle Struktur?
– Was ist daraus geworden? Wo hat sich was „eingeschlichen“?
– Was hat sich bewährt? Wo besteht Verbesserungsbedarf?
– Was wird als hinderlich erlebt? Was sollte angepasst werden?
– Wie könnte eine angepasste Struktur aussehen?

Dabei gilt es, die besondere „kongregationalistische“ Struktur von Gemeinden zu beachten. Der Begriff leitet sich ab aus der Verbindung der lateinischen Vorsilbe con (zusammen) mit dem Hauptwort grex (Herde, Schar). Entsprechend bedeutet das lateinische Verb congregare „sich versammeln“, sodass der Begriff Kongregationalismus eine Kirchenform bezeichnet, die besonders die Bedeutung der versammelten Gemeinde betont. *)

Im Ergebnis sehen wir die Strukturierung durch Diakonate als hilfreich an. Sie schafft klare Verantwortlichkeiten. Lange haben wir abgewogen, inwieweit die Zuordnung von Menschen zu einem Diakonat im Vorfeld einer Wahl als förderlich oder eher einengend erlebt wird. Dabei haben wir die Ergebnisse unserer Umfrage bei rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern anlässlich unserer Mitarbeiter-Dankes-Feier im September 2017 mit berücksichtigt. Da wir uns aber mit der Berufung der Wahlkommission bereits im Verfahren befinden und eine Änderung der Wahlordnung notwendig wäre, haben wir eine Entscheidung zu dieser Frage zurückgestellt.

Zum Zweiten haben wir uns gefragt, ob eine Verkleinerung der Gemeindeleitung sinnvoll und hilfreich sein kann. Dazu konnten wir uns nicht entschließen. Mit der Anzahl von acht Personen (fünf Diakonatsleitungen und drei Älteste) folgen wir auch einer Empfehlung unseres Bundes, die – aufgrund ihrer Erfahrungen in der Beratung von Gemeinden und orientiert an dem so genannten „fünfältigem Dienst“ (s. Epheser 4, 11 ) – für Gemeinden mit einer Größe von 80 bis 180 Mitgliedern eine Leitung von fünf bis acht, zuzüglich den Hauptamtlichen empfehlen. Damit können einerseits die anstehenden Aufgaben auf genügend „Schultern“ verteilt werden, andererseits ist die Gruppe der Verantwortlichen noch überschaubar.

Gleichzeitig wollen wir wieder verstärkt die in der Gemeindeleitung vorhandenen Diakonate mit der Gesamtgemeinde „verzahnen“. Dies kann in Foren und durch entsprechende Arbeitskreise geschehen. Als Beispiele seien die offenen Arbeitskreise „Mission & Öffentlichkeitsarbeit“ und „Diakonie“ genannt, wie Foren zu verschiedenen Themen rund um den Prozess des Nachdenkens und Fragens, nach dem was Gott von uns als Gemeinde will und mit uns vorhat.

Als Gemeindeleitung werden wir uns bemühen, mehr Präsenz in den Dienstbereichen und Grupen zu zeigen.

Das neue Jahr beginnen wir gemeinsam mit einem Gebetssonntag. Nach dem Gottesdienst am 14. Januar, einer kurzen Mitgliederversammlung zum Thema Wahlen, einem Salbungs- und Segnungsangebot wird ein Mittagessen angeboten. Im Anschluss daran laden wir alle ein, an verschiedenen Stationen in unseren Gemeinderäumen zu beten. Stationen sind z.B. „Gebet für die Welt“, „Mission & Nachbarschaft“, „Persönliches & Seelsorge“, die wir zum meditativen Nach-Den- ken, Danken und Beten aufsuchen können. In regelmäßigen Abständen werden wir zu „Lobpreis & Anbetung“ zusammenkommen. In der Zeit von ca. 13 Uhr bis 18 Uhr kann jeder kommen, bleiben und gehen, wie es für ihn richtig und wichtig ist, einzelne Gebetsstationen wahrnehmen und am gemeinsamen Beten und Singen teilnehmen. So wollen wir zusammen als Gemeinde ins neue Jahr starten. Bitte haltet euch diesen Termin frei, nehmt euch dafür ein bisschen Zeit und kommt vorbei. Niemand muss die gesamte Zeit dabei sein. Für einen „Zwischendurch-Kaffee“ ist gesorgt.

Denkt bitte an unsere beschlossene Gemeindefreizeit vom 27. April bis zum 1. Mai 2018. Bitte haltet euch den Termin frei und meldet euch zu gegebener Zeit verbindlich an. Es ist immer eine gute Gelegenheit zum vertieften Kennenlernen und miteinander Spaß haben, Jung und Alt.

Übrigens: Für das neue Jahr liegt uns schon eine Taufmeldung vor. Vielleicht will die Eine oder der Andere ja auch noch „Nägel mit Köpfen“ machen. Jetzt wäre eine gute Gelegenheit dazu!

Im Namen der Gemeindeleitung: Detlev Nagi & Johannes Rosemann

*) aus: „Verantwortlich Gemeinde leiten – Eine Handreichung für Gemeindeleitungen“ Edition BEFG4

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